Stimmt das ?
 
Diese Weisheiten und Tipps sind nicht auf meinen Mist gewachsen. Sie stammen meiner Meinung nach aus verlässlicher Quelle und sind von Tierärzten, Ausbildern oder sonstigen Pferde-Experten bestätigt.
Das meiste stammt aus der Pferdezeitschrift Cavallo (die übrigends absolut zu empfehlen ist!).

 
     

Kalte Gebisse  
Das kommt aufs Pferd an. Manche zucken nicht mit den Ohren, andere reagieren empfindlich.
Sensible Naturen erinnern sich ewig an ein kaltes Gebiss und klemmen evt. zukünftig das Maul beim Trensen zu.
Was hilft: Gebiss unters warme Wasser, in die Jackentasche oder mit Wärme-Gelkissen umhüllen.
Und Sache gits: Sprenger konstruierte den "WarmMeUp-Gebisswärmer"!
 
Streusalz und Hufe  
Natriumchorid (Kochsalz) greift die Hufe an. Werden Hornschnippsel einen Tag in Streusalz gelegt, kann man sehen, wie das Horn aufquillt.
Darum nach Ritten auf gesalzenen Strassen: Hufe abspritzen!
Magnesiumsalze, was für Hallenböden benutzt wird, schadet nicht.
 
Hufe gefrieren  
Hufe gefrieren nicht, auch wenn sie den ganzen Tag im Schnee stehen.
In den Huflamellen sitzt eine Blitzheizung, die bei Kälte sofort warmes Blut aus dem Körperinnern zuschiesst.
Das Blut strömt an bestimmten Stellen im Huf über direkte Brücken zwischen Venen und Arterien, die bei warmem Wetter geschlossen sind.
Die Kehrseite der Fussheizung: Sie drosselt die Nährstoffzufuhr der Kapillaren und damit das Hornwachstum im Winter.
 
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Winterweiden säubern  
Es gibt keine Studie zur tödlichen Tiefst-Temperatur für Pferdewürmer. Unter der Schneedecke wird es allerdings nie kälter als 4 Grad.
Die wohlfühltemperatur von Würmern liegt bei 10 - 30 Grad. Wenns kälter ist entwickeln sie sich einfach langsamer.
 
Mähne als Schutz  
Klingt logisch, ist aber falsch!
Viele Urpferde haben eine kümmerliche Stehmähne, Rinder oder Hirsche gar keine.
Lange Mähnen sind genetische Mutationen, die es schon bei Wildpferden immer wieder gab. Der Mensch züchtete diese Mutation weiter, weil sie ihm gefiel, nicht als Wetterschutz.
 
Decken für das frierende Pferd  
Pferde frieren selbst bei 10 Grad minus nicht, es sei denn, sie sind geschoren oder stehen stundenlang mit klatschnassem Winterfell im eisigen Wind.
Im Gegenteil: Decken stören die körpereigene Thermoregulation, bei der Haarbalg-Muskeln das Fell aufstellen und ein Luftpolster schaffen, das die warme Haut nach aussen isoliert. Die schwere Decke drückt das Fell platt, das Polster schwindet.
 
Nasses Pferd satteln  
Dass es Scheuerstellen gibt, wenn man ein nasses Pferd sattelt, stimmt nicht! Pferde sind im Winter oft nass und voller Matsch und müssen trotzdem geritten werden.
Die Nässe schadet nicht, nur der Dreck muss aus dem Fell. Matsch kann mit etwas warmem Wasser abgewaschen werden.
Pferd abwaschen, Wasser mit Schweissmesser abziehen, satteln, fertig.
 
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